VHS Unterföhring 

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Unterföhring

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Besonderheiten & Herausforderungen

1. Fassaden- und Fensterkonstruktion

  • Tragwerk: Alle Fenster und Pfosten-Riegel-Fassaden sind als Holz-Aluminium-Verbundkonstruktionen geplant.
  • Holzprofile: Zum Einsatz kommt vorwiegend technisch getrocknetes Fichten-Leimholz (GL24c, astfrei). Bei den raumhohen und zweigeschossigen Elementen bestehen die bodengleichen Riegel am Fußpunkt aus Eichen-Leimholz.
  • Aluminiumschalen: Die äußeren Klemm- und Abdeckleisten bestehen aus pulverbeschichtetem Aluminium (Farbton z. B. DB703 oder nach Wahl des Architekten).
  • Montage: Die gesamte Konstruktion muss ohne sichtbare Verbindungsmittel befestigt werden. Als Standard-Beispielsystem wird THERM+ 56 H-I mit Isobloc P und TC Kombi-Verbindern der Firma RAICO (oder gleichwertig) genannt.

2. Verglasungsarbeiten

Es wird standardmäßig eine 3-Scheiben-Isolierverglasung (meist als Sonnenschutz-Isolierglas mit Argon-Gasfüllung und thermisch optimiertem Randverbund „warme Kante“) verbaut. Die gängigen Werte betragen:

  • Fassaden/Fenster allgemein: U_w-Wert ≤ 1,2 W/m²K, g-Wert: 0,4.
  • Schallschutz: Umlaufend um das Gebäude ist die Schallschutzklasse 4 (mind. R_w = 40 dB) einzuhalten; im Innenbereich und an Innenhöfen gilt die Schallschutzklasse 3 (mind. 38 dB).
  • Sicherheits- & Brandschutzbereiche: Je nach Einbaulage kommen absturzsichernde Verglasungen (TRAV), ballwurfsichere Verglasungen (für bestimmte Sport-/Mehrzweckbereiche) sowie Brandschutzverglasungen der Klasse F30 / EI-30 (z. B. mit Pilkington Pyrostop) zur Ausführung.

3. Einsatzelemente & Beschläge

  • Fenster & Türen: Holz-Alu-Verbundfenster (z. B. System GUTMANN Mira Contour integral oder gleichwertig) mit verdeckt liegenden Beschlägen und Einbruchhemmung nach Klasse RC2.
  • Griffe & Drücker: Vorwiegend matte Edelstahl-Beschläge der Klasse 4 (z. B. FSB 34 1023).
  • Zutrittskontrolle: Teilbereiche (wie Nebeneingänge und Terrassentüren) werden für den Einbau von elektronischen SALTO-Beschlägen mit integrierten Kartenlesern vorgerichtet und verkabelt.

4. Sonnenschutz- und Verdunkelungsanlagen

  • System: Motorbetriebene, windstabile senkrechte Außen-ZIP-Anlagen (beispielhaft vom Typ SM-ZIP-MQ der Brichta GmbH).
  • Behänge: Es kommen parallel zwei Gewebearten aus PVC-Glasfaser zum Einsatz (schwer entflammbar nach DIN 4102-B1): Behang 1 dient als reiner Sonnenschutz und Behang 2 (z. B. Copaco Serge 600 Luna Blockout) zur Vollverdunkelung für Vortrags- und Seminarräume.

5. Baubetrieb und Logistik

Das Projekt wird aus logistischen Gründen in zwei Bauabschnitte (BA 1 und BA 2) aufgeteilt, die zeitlich eng gerastert parallel bzw. gleichzeitig montiert werden müssen. Zum Leistungsumfang gehören außerdem temporäre Schutzmaßnahmen wie das Vorhalten von mobilen Rollgerüsten sowie der Einbau von insgesamt 12 provisorischen Bautürblättern und Notverschlüssen aus Dreischichtplatten, um die Gebäudehülle während der Rohbauphase wetterfest zu schließen.

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