Bundeswehrkrankenhauses Berlin

Standort

Berlin

Bauherr

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung Berlin

Architekt

HWP- Heinle, Wischer und Partner - Freie Architekten Berlin GbR

Besonderheiten & Herausforderungen

1. Fassadenarbeiten & Fensterelemente

Die gesamte Gebäudehülle wird nach den Anforderungen der EnEV 2009 energetisch erneuert.

  • Hauptfassade Haus 1.1 (Typ A): Ausführung als hinterlüftete, verdeckt befestigte Glasfaserbetonfassade. Die durchgehenden Fensterbänder (EG–5. OG) basieren auf einer Holz/Aluminium-Pfostenriegelkonstruktion mit Festverglasungen, gedämmten Paneelen und Einspannfenstern.
  • Verbinder (Typ B & C) und Fuge (Typ D): Ausführung als hinterlüftete, verdeckt befestigte Glaspaneelfassade (rückseitig emaillierte ESG-H-Scheiben auf Trägerplatten im Farbton RAL 6034 Pastelltürkis). Die Fenster werden teils als Vitrinenfenster (Typ B) oder ebenfalls als Holz/Alu-Pfostenriegelkonstruktion (Typ C) umgesetzt.
  • Übergang zu Bestandstürmen (Typ F): Errichtung von jeweils einem dreiseitig umschlossenen Glasgang im 4. OG.
  • Sonnenschutz: Einbau einer außenliegenden, elektromotorisch gesteuerten Sonnenschutzanlage aus Aluminiumlamellen im Farbton RAL 9007 (Graualuminium).

2. Rohbau- und Abbrucharbeiten

  • Brüstungsänderung: Ab dem 2. OG von Haus 1.1 werden die bestehenden Stahlbeton-Brüstungselemente (ca. 2,55 × 0,45 m) mittig ausgesägt bzw. ausgeklinkt, um Platz für die neuen Fensterbänder zu schaffen.
  • Tragwerk & Technik: Eingriffe in die tragende Bausubstanz durch das Entfernen von Deckenfeldern für neue Treppenhäuser und Technikschächte.
  • Freilegung Kellerwand: Hofseitige Freilegung der Kelleraußenwand bis in 5,0 m Tiefe zur Abdichtung, Dämmung und für gebäudetechnische Zuleitungen.
  • Abbruch Verbinder-Treppenhäuser: Die bestehenden Treppenhäuser in den Verbindern werden abgebrochen.

3. Decken- und Dacharbeiten

  • Deckenertüchtigung: Bestehende Geschossdecken in Haus 1.1 werden im Aufputzverfahren auf F90-Qualität angehoben. In den Verbindern werden neue Stahlbetondecken in F90-Qualität eingezogen.
  • Außen-Unterdecken: Die Unterdecken der Durchfahrten (Verbinder) werden aus witterungsbeständigen Zementbauplatten auf einer Metallunterkonstruktion hergestellt.
  • Dächer der Türme (1.4/1.6): Kompletter Abriss der alten Dachstühle und denkmalgerechter Neuaufbau inklusive einer Schieferdeckung.
  • Flachdächer: Die Flachdächer über dem 5. OG (Haus 1.1 und Verbinder) sowie der erweiterten Technikzentrale im 6. OG werden als bituminös abgedichtete, bekieste Warmdächer erneuert.

4. Auszubauende Materialien & Farbhintergrund

  • Holzart: Für die Holz-Alu-Profile und Innenverkleidungen wird Kiefer mit einer farblosen Dickschichtlasur verwendet.
  • Aluminium-Beschichtung: Fast alle sichtbaren Aluminiumteile (Abdeckleisten, Fensterbänke, Leibungsbleche, Raffstores) erhalten eine Pulverbeschichtung mit Metallic-Effekt in RAL 9007 (Graualuminium). Attika- und Brandwandbleche werden in RAL 9010 (Reinweiß) ausgeführt.
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