Projekt

Standort
Darmstadt
Besonderheiten & Herausforderungen
1. Rückbau und Demontage (Bestandsfassade)
Bevor die neue Fassade aufgebaut werden kann, muss die alte Konstruktion vollständig zurückgebaut werden:
- Alu-Blechfassade: Rückbau von ca. 1.450 m² Blechkassetten und ca. 1.390 m Lisenen inklusive deren Unterkonstruktion.
- Naturstein: Rückbau von ca. 125 m² Naturwerksteinbekleidung im Erdgeschoss samt Unterkonstruktion.
- Dämmung: Ausbau und Entsorgung von ca. 130 cbm alter Mineralwolle. Diese muss streng nach den Arbeitsschutzregeln für Gefahrstoffe (TRGS 521) behandelt werden.
- Asbestsanierung: Rückbau von ca. 90 m² asbesthaltigen Faserzementplatten an der Dachterrassenbrüstung im 2. OG Süd unter strenger Einhaltung der TRGS 519.
- Fenster, Türen & Sonnenschutz: Ausbau von ca. 100 Fenstern/Türen in den Lochfassaden, 4 großen Fensterbändern der Westseite sowie ca. 85 alten Außenraffstoren.
2. Planung und Nachweise
Der Ausführer übernimmt die komplette Arbeitsvorbereitung und statische Verantwortung:
- Erstellen einer werkseigenen Montage- und Ausführungsplanung.
- Erstellen eines prüffähigen statischen Nachweises für die gesamte neue Fassadenkonstruktion.
- Durchführung der Glasbemessung nach DIN 18008 für alle neuen Glaselemente.
- Durchführung aller notwendigen Vermessungsarbeiten am Bau (auf Basis der bauseitigen Hauptachsen und Meterrisse) vor Beginn der Fertigung.
3. Lieferung und Montage der neuen Fassade
Der Hauptteil der handwerklichen Arbeit umfasst das Herstellen, Liefern und fachgerechte Einbauen der neuen Bauteile:
- Wärmedämmung: Montage von 14 cm Mineralfaserdämmung an den Außenwänden.
- Unterkonstruktion: Montage der justierbaren, thermisch entkoppelten Aluminium-Systemprofile sowie der V2A-Konstruktion im Sockelbereich.
- Fassadenbekleidung: Montage von ca. 1.175 m² Glattblech, ca. 430 Lisenen (ca. 1.450 m) und ca. 550 m blendkastenartigen Bändern.
- Fenster & Türen: Einbau von ca. 215 neuen 3-fach-isolierten Aluminium-Fenstern (ca. 600 m²) in der Dämmebene und 5 verglasten Alu-Rohrrahmen-Außentüren.
- Sonnenschutz: Montage von ca. 200 elektrischen Außenraffstores inklusive der kompletten Verkabelung, Steuerung und eines zentralen Wind- und Regensensors.
- Betonsockel: Montage von ca. 70 m² Fertigbetonteilen im Erdgeschoss der Südseite, angepasst an das Straßengefälle.
4. Nebenleistungen und Baustellenorganisation
Diese Pflichten sind in die Einheitspreise einzukalkulieren und werden nicht gesondert vergütet:
- Terminplanung: Einreichen eines groben Bauablaufplans mit dem Angebot und Erstellen eines detaillierten Bauzeitenplans innerhalb von 14 Tagen nach Auftragserteilung.
- Personal: Es muss während der gesamten Arbeitszeit immer mindestens ein fließend deutschsprechender, weisungsberechtigter Bauleiter, Polier oder Vorarbeiter vor Ort sein.
- Gerüste & Hubsteiger: Auf-, Um- und Abbau aller eigenen Arbeits- und Schutzgerüste, die über das bauseits gestellte Fassadengerüst hinausgehen. Die Montage an Fassaden ohne Gerüst (z. B. Südfassade) erfolgt mit Hubsteigern über eine separate Pauschalposition.
- Materialtransport & Logistik: Die Beschickung des Gerüstes und das Einbringen von schweren Elementen (z. B. mittels LKW-Bordkran oder Mobilkran) muss selbst organisiert und einkalkuliert werden.
- Reinigung & Entsorgung: Die Aufenthaltsräume müssen täglich gekehrt und wöchentlich feucht gereinigt werden. Entstehender Abfall und Bauschutt ist täglich zu entsorgen.
